13.07.2017

Digital Tech Fund: Für einen gelungenen Start

Foto: Guy Jallay

(miz) - Seit einem Jahr besteht der Digital Tech Fund. Zum ersten Geburtstag zog Wirtschaftsminister Etienne Schneider am Montag eine erste Bilanz – und präsentierte zwei ausländische Unternehmen, die vom Luxemburger Fonds unterstützt werden. „Wir haben jetzt die ersten zwei interessanten Investitionen gemacht“, sagte Schneider. Die Wahl fiel auf die Start-Ups Nektria aus Barcelona und itravel aus Köln.

itravel bietet auf seiner Onlineseite maßgeschneiderte Kombireisen an und fungiert als eine Art digitales Reisebüro, in dem man sich seine Reise individuell zusammenstellen lassen kann. Aktuell bietet die Seite 4.600 Reisen an 64 Orten an. Durch einen Zuschuss von 500.000 Euro durch den Digital Tech Fund will das Start-Up in den kommenden 12 Monaten acht bis zehn Arbeitnehmer in Luxemburg einstellen und von hier aus in zehn weiteren EU-Ländern aktiv werden.

Auch Nektria aus Barcelona wird vom Fonds unterstützt und will innerhalb des nächsten Jahres bis zu zehn Leute in Luxemburg einstellen. Die Mission des Start-Ups: Onlinebestellungen für Kunden bequemer und für E-Commerce-Unternehmen rentabler machen. Wie? Konsumenten sollen sich aussuchen können, wann ihr Paket bei ihnen ankommt. Algorithmen sollen die Routen bis zum Kunden optimieren.

Eine Vision haben - und sie umsetzen

Der Digital Tech Fund ist insgesamt mit 20,3 Millionen Euro dotiert. Der Staat hat fünf Millionen beigesteuert, drei Millionen kommen von der Société Nationale de Crédit et d'Investissement (SNCI), eine Million von der Universität und der Rest von privaten Investoren (Arendt&Medernach, BIL, Expon Capital, High Captial, Post apital, Proximus, SES).

Der Fonds soll vor allem in ICT-Start-Ups investieren, die aus Luxemburg oder dem Ausland stammen, aber einen Teil ihrer Aktivitäten ins Großherzogtum verlegen. Rund 200 Anfragen seien seit der Gründung eingegangen, erklärt Fondsverwalter Alain Rodermann von Expon Capital, zwei wurden bis jetzt zurückbehalten und gefördert.

Die Schwierigkeit für die Start-Ups: Sie sollen nicht nur eine Vision haben, sondern müssen die auch konkret umsetzen können.

Ein drittes Jungunternehmen soll auch schon bald gefördert werden. Es soll sich um ein Luxemburger Start-Up handeln – weitere Details wurden noch nicht verraten.

www.wort.lu/de/business/digital-tech-fund-fuer-einen-gelungenen-start-59638d1da5e74263e13c3d90

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